Presse-Info 2023-07, Nachlese Steyr

Nachlese Arbö Slalom Steyr

Wer behauptet, dass es gar keine perfekten Veranstaltungen geben kann mag ja vielleicht sogar Recht haben, aber mit dem was die Damen und Herrn des Arbö-Team Steyr mit dem dritten Lauf zur Slalom-ÖM abgeliefert haben waren sie mit Sicherheit verdammt nah dran! Obmann Alfred Feldhofer und Gerhard Nell samt Mannschaft wurden für die viele Arbeit nicht nur mit herrlichem Wetter und einem hochkarätigen Fahrerfeld belohnt sondern auch und einer traumhaften Zuschauerkulisse mit Volksfest-Charakter. Das „Monte-Carlo“ des Slalomsports zog so viele Motorsportsfans wie noch nie in seinen Bann und so musste man in der Gastronomie, obwohl man vorsorglich ordentlich gebunkert hatte schon gegen Mittag erstmals für Nachschub sorgen! Sprecher Ady Atcy Janacek schien vom Publikum ebenso beflügelt wie die Aktiven hinter dem Lenkrad und legte inklusive Flower-Ceremony und Siegerehrung wieder eine Top-Performance hin. Gröbere Zwischenfälle blieben trotz der fordernden Strecke diesmal aus und so konnte sich Rennleiter Roland Dicketmüller neben mitreißendem Motorsport auch über einen reibungslosen Ablauf und freuen.

Reinhard Walkner schaffte in der Klasse LG1 der Gruppe „Street“ seinen dritten Sieg en-suite, dahinter wurde aber wie erwartet wieder mit dem Messer zwischen den Zähnen gekämpft. Wolfgang Erwin Huber konnte Alexander Hamiga um 77 Hundertstel auf Rang drei verdrängen, wobei Hamiga selbst wiederum nur um 18 Hundertstel seinen Podestrang gegenüber Thomas Hauska verteidigen konnte. Und selbst Gernot Schauperl fehlte als Fünftplatziertem nur knapp eine Sekunde auf das Stockerl. Dass Martin Gradwohl und Jochen Perhorfer als Erster und Zweiter vom Siegerpodest der Klasse LG2 lächelten überraschte weniger. Dass sich Ferdinand Löschnig aber auf der für ihn neuen Strecke gegen sieben! weitere Konkurrentinnen und Konkurrenten Rang drei sichern konnte dafür umso mehr! Auf Rang vier setzte sich mit gerade einmal 43 Hundertstel Vorsprung Günter Kuchta vor Birgit Löschnig. Nach zwei zweiten Plätzen konnte Wolfgang Luttenberger seinen schärfsten Konkurrenten Alois Grasmugg in der Klasse LG3 diesmal auf den Ehrenplatz verweisen. Platz drei ging mit einer blitzsauberen Fahrt an Norbert Forster vor Markus Mauracher und Erich Hammerler. Robert Schwarz holte seinen ersten Saisonsieg in der Klasse LG4 vor einem stark fahrenden Karl-Heinz Schauperl im neuen Arbeitsgerät. Dritter wurde Markus Praschnig und Vierter wurde Manfred Stangl. Markus Huber konnte sich wie erwartet in der Klasse LG5 auch in Steyr durchsetzen, wenn auch weniger deutlich als bei den ersten beiden Rennen. Platz zwei schnappte sich Thomas Fröhlich vor den Lokalmatadoren Markus Fallmann und Martin Eilmer.
Die Klasse „Sport“ bis 1400ccm war leider wieder nur ein Zweikampf in dem sich Mario Weingartmann wie in Teesdorf gegen Georg Sebastian Hausler durchsetzen konnte. Ganz anders in der Klasse bis 1600ccm wo Christan Eisenmann erstmals aufs oberste Treppchen fuhr. Neben ihm standen Florian Grischek und Mario Zimmermann als Zweiter und Dritter. Mit Herbert Kreuzer, Vater von Herbert und Großvater von Fabian Perwein waren erstmals drei! Generationen einer Familie bei einem ÖM-Lauf am Start. Ein toller vierten Platz, acht Zehntel hinter dem Podest war der Beweis, dass ein schwerer Gasfuß durchaus vererbbar ist. David Pietschnig komplettierte die hier die Top-Five. Martin Walcher brachte sich in der Klasse bis 2000ccm mit einem Hutfehler in Durchgang eins selbst gehörig unter Zugzwang, durfte am Ende mit einer tadellosen Leistung trotzdem über einen Sieg vor heimischem Publikum jubeln. Kontrahent Micheal Auer sicherte sich Rang zwei vor Petra Ebner, deren Ehemann Christian diesmal leider aus gesundheitlichen Gründen passen musste. Die Plätze vier und fünf gingen an Daniel Buxbaum und Rene Degenfellner. In der Klasse über 2000ccm 2WD stand Klemens Ollmaier erstmals mit seinem neuen Porsche GT3-RS an der Startlinie. Obwohl mit dem Fahrverhalten noch nicht hundertprozentig zufrieden führte auch diesmal der Weg zum Sieg nur über ihn. Um die verbliebenen Stockerlplätze lieferten sich Herbert Fröhlich, Herbert Sommer und Markus Rötzer über drei Durchgänge einen packenden Dreikampf in dem am Ende Fröhlich um sechs Hundertstel gegen Sommer und neun Hundertstel gegen Rötzer das bessere Ende für sich hatte. Thomas Sprosec musste sich diesmal mir Platz vorlieb nehmen. Dieter Lapusch holte mit unglaublich starken Zeiten nicht nur den Sieg in der Klasse über 2000ccm 4WD sondern konnte im Fernduell um die Divisionswertung gegen Ollmaier ebenfalls um eine Sekunde die Oberhand behalten. Dietmar Schwab holte einen feinen zweiten Rang vor Traian Moldovan, der in seinem erst dritten ÖM-Lauf bereits den ersten Stockerlplatz feiern durfte. Vierter wurde Philipp Preisinger und Platz fünf ging an Cornelia Schicker die sich den schnellen Toyota mit Moldovan teilt. Jürgen Sauer musste in der Sammelklasse der Division II zwar einen Hutfehler in die Wertung mitnehmen, ließ aber trotzdem nichts anbrennen und konnte sich am Ende dennoch deutlich gegen Christian Zottler und Walter Bliem durchsetzen.
Trotz Veranstalterstress bot Gerhard Nell eine fahrerische Höchstleistung in der Klasse „Race“ bis 1400ccm und lieferte sich ein Hundertstelduell mit Martin Dall. Am Ende fehlten ihm als Zweitplatziertem nur 19 Hundertstel auf den Sieg. Den verbliebenen Stockerlplatz sicherte sich Franz Dall vor Alfred Feldhofer und Gerhard Millauer, der nach technischem K.O. in Durchgang eins noch auf Platz fünf fahren konnte. Jürgen Wendolsky kam beim seinem Saisondebut in der Klasse bis 1600ccm Überflieger Fabian Perwein bis auf fünf Zehntel nahe und war über Platz zwei dementsprechend happy. Der Kampf um Rang drei wurde zwischen den Lokal-Heros David Madlmayr und Gerhard Kronsteiner entschieden, wobei Kronsteiners Simca in Lauf drei leider mit Defekt liegenblieb und er somit Madlmayr nicht mehr angreifen konnte. Der fünftplatzierte Tobias Großalber konnte Steyr-Neuling Jürgen Steiner um gerade einmal acht Hundertstel auf Rang sechs verweisen. Patrick Mayer knackte als einziger die 55-Sekunden Schallmauer und kam damit sogar in Schlagdistanz zum Streckenrekord von Karl Schagerl. Neben dem Tagessieg war ihm mit dieser Top-Leistung natürlich auch der Sieg in der Klasse bis 2000ccm nicht zu nehmen. Georg Schlader hat seinen Peugeot erfolgreich repariert und holte sich Rang zwei vor Andreas Ortner und Severin Gschiel. „Das große Krabbeln“ war in der in der Klasse über 2000ccm 2WD angesagt wo ausschließlich VW-Käfer mit ordentlich Hubraum unter der Haube am Start standen. Schnellster war Herbert Perwein im grauen „Ovali“ vor Mario Mayr der endlich von Technik-Troubles verschont blieb und nur sechs Zehntel dahinter Rang zwei belegte. Papa Christian sicherte sich Platz drei vor Peter Bindberger, der mit einer spektakulären Einlage vor dem Ziel für ein Raunen auf den Zuschauerrängen sorgte. Wolfgang Leitner war in der Klasse über 2000ccm 4WD diesmal leider solo unterwegs, konnte sich nach einem Hutfehler in Lauf eins aber mit zwei tollen Zeiten in der wieder unter die ersten vier der Gesamtwertung in der Kategorie schieben. In der Sammelklasse der Gruppe Race hießen die drei Erstplatzierten zum dritten Mal hintereinander Erwin Flicker vor Christian Kellermayr und Daniel Schausberger. Rang vier sicherte sich Christian Sieghartner.
In der Klasse bis 1600ccm der Gruppe Histo holte sich Gerhard Schauppenlehner einen überlegenen Sieg vor Debütant Fabian Huber, der sich mit dem drittplatzierten und Mentor Stefan Reininger dessen Fiat Uno teilte. Matthias Ebner traf in der Klasse bis 2500ccm auf sehr starke Konkurrenz in Form von Christian Trimmel und Markus Mauracher, konnte seine gute Form aber auch diesmal bestätigen und holte vor den beiden seinen ersten Sieg in Steyr. Gerhard Auer konnte das Tempo der Escort-Armada nicht ganz mitgehen und wurde vierter. Alfons Nothdurfter brachte diesmal seinen legendären Sierra Cosworth mit nach Oberösterreich und lief damit zur Hochform auf. Er sicherte sich nicht nur den Sieg in der Klasse über 2500ccm vor Peter Waldbauer, sondern holte auch Gesamtrang zwei im Histo-Gesamtklassement.
Petra Ebner war die schnellste Damen in der mit neun Teilnehmerinnen wieder stark besetzen Damenklasse. Platz zwei und drei gingen an Birgit Löschnig, heuer erstmals am Stockerl und Tiffany Sieghartner. Vierte wurde Marina Zimmermann vor Carina Kröll.
Eine Verschnaufpause gibt es für die Aktiven nicht, denn schon am kommenden Samstag geht es mit dem vierten Lauf in Kalwang weiter. Die Strecke im ÖAMTC Fahrtechnikzentrum bei Ex-PWRC-Weltmeister Andreas Aigner ist für alle Neuland und der PSV-Linz mit Roland Dicketmüller und Alfred Fischer an der Spitze wird sicher alles daran setzen die „oberösterreichische Woche“ mit einem tollen Event abzuschließen.

Text: Dipl. Ing. Martin DALL
Weiter Infos unter: www.slalom-oem.at
Presseinformation – Nachlese Arbö Slalom Steyr