Presse-Info 2026-11, Nachlese Teesddorf
Nachlese Polizeimotorsport-Slalom Teesdorf
Manche Dinge sind fast wie ein Naturgesetz und so war auch der Polizeimotorsport-Slalom am Maria-Himmelfahrtstag in Teesdorf auch in diesem Jahr wieder eine durch und durch „Heiße Angelegenheit“. Bei hochsommerlichen Temperaturen durften sich Christian Rosner und sein Team vom PSV-Wien und MSC-Enzian beim fünften Lauf zur Slalom-ÖM 2026 nicht nur über ein volles Starterfeld von 115 Fahrerinnen und Fahrern freuen sondern im Rahmen der Fahrerbesprechung auch Slalomlegende Franz Pintarich in einem würdigen Rahmen für 60! Jahre Clubmitgliedschaft ehren. Ein kräftiges Lebenszeichen gab dabei die Kategorie Race, die mit 39 Aktiven wieder einmal die stärkste Gruppe stellte. Trotz einer Unterbrechung aufgrund einer Ölspur nach einem Motorschaden im dritten Durchgang gelang es den Zeitplan einzuhalten, wozu vor allem auch die Streckenposten einen wesentlichen Beitrag leisteten. Und wie immer wurde auch auf der Strecke heiße Rennaction geboten und die zahlreichen Zuschauer, die trotz Badewetter ins ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum kamen, konnten den ganzen Tag Slalomsport auf höchstem Niveau genießen, wo um jede Hundertstel gekämpft wurde, was sich auch in den teilweise extrem knappen Zeitabständen wiederspiegelte.
In der Klasse der historischen Fahrzeuge bis 1600ccm blieb Gerhard Schauppenlehner mit einem weiteren Sieg und maximalen Punkten klar auf Titelkurs. Platz zwei holte sich Tobias Probst mit einer starken Leistung bei seinem Teesdorf Debut vor Martin Kogler und den ungarischen Trabant-Piloten Zoltan Mester und Akos Krasznei. In der Klasse bis zwei Liter Hubraum konnte sich Schauppenlehners nächster Verfolger in der Meisterschaft, Fritz Kreiseder vor Gerhard Auer ebenfalls durchsetzen und bei den Fahrzeugen über 2000ccm spielte Peter Waldbauer diesmal seine Routine auf dieser Strecke aus und gewann deutlich vor Sohn Alexander.
In der Klasse LG1 der Gruppe „Street“ wäre Sebastian Veigl ohne Hutfehler in seinen beiden schnellsten Läufen deutlich knapper an Sieger Thomas Hauska dran gewesen, sicherte sich aber trotzdem klar Rang zwei vor Thomas Schachinger. Nur vier Hundertstel dahinter schrammte Florian Hahn am Podest vorbei und holte Platz vier vor Raphael Fröhlich. Thomas Kraxner, Reinhard Walkner und Mario Zimmerman lieferten sich einen packenden Dreikampf mit ständig wechselnder Führung um das oberste Treppchen der Klasse LG2. Als Sieger ging daraus Kraxner hervor, 34 Hundertstel vor Walkner und weitere 25 Hundertstel zurück Zimmermann. Ralf Zehetner wurde vierter und Sebastian Haas komplettierte sieben Hundertstel vor Björn Gach die Top-Five. Anders hingegen das Bild in der der Klasse LG3, wo Wolfgang Luttenberger Fabian Kaufmann und Gerhard Steigenberger auf dem Siegerpodest standen. Routinier Stefan Reininger trat mit neuem Fahrzeug erstmals in dieser Klasse an und belegte Platz vier. In der Klasse LG4 war Markus Kienzl das Maß der Dinge und siegte vor seinem steirischen Landsmann Karl Heinz Schauperl. Den verbliebenen Stockerlplatz sicherte sich Robert Schwarz vor Markus Praschnig und Christian Kainz. Einen Riesenschritt in Richtung Meistertitel machte Markus Huber mit seinem Sieg in der Klasse LG5 zumal sein nächster Verfolger Daniel Temper einen Tag zum vergessen erlebte und diesmal über Platz sieben nicht hinauskam. Neben Huber standen mit 24 Hundertstel Differenz Helmut Kienzl und Steve Kainz auf dem Podium. Michale Sorg schob sich mit drei konstanten Läufen auf Platz vier und Martin Eilmer klassierte sich auf Rang fünf.
Norbert Dokulil muss man in der Klasse LG1 der Kategorie Sport immer als Siegkandidaten auf der Rechnung haben, neu auf dem Podium und gleich auf Rang zwei war hingegen ein stark fahrender Christian Bachmaier, der Martin Eilmer und Simon Gugelsberger um 27 bzw. 38 Hundertstel auf die Plätze drei und vier verdrängen konnte und Rang fünf holte sich Julian Gratzer. In Fohnsdorf stand Michael Auer erstmals seit langem nicht auf dem obersten Treppchen der Klasse LG2 doch diesmal erwischte es ihn mit einem technisch bedingten Ausfall noch schlimmer, was gleichzeitig für Lukas Haas einen ungefährdeten Sieg bedeutete. Ein Hutfehler von Christian Schotte im letzten Durchgang verhinderte einen auf die Tausendstel! gleichen Ex-aequo-Sieg mit Christian Ebner in der Klasse LG3. So hatte Ebner das bessere Ende für sich und gewann vor Schotte und Daniel Buxbaum der nur 29 Hundertstel zurück lag. Platz vier holte sich Daniel Buxbaum, während Fohnsdorf-Sieger Franz Müller diesmal mit Platz fünf zufrieden sein musste. Das nächste Hundertstel-Duell des Tages lieferten sich Herbert Sommer und Markus Rötzer in der Klasse LG4 und am Ende ließen nur 16 Hundertstel das Pendel zu Gunsten von Sommer ausschlagen. ÖM-Rückkehrer Thomas Sprosec schnappte sich den Pokal für Platz drei und Markus Gruber und Ines Sommer belegten die Ränge vier und fünf. Noch knapper wurde es in der Klasse LG5, wo Harry Zwerschina seinen BMW M3 um vier Hundertstel schneller durch die Pylonen bewegte als Philipp Preisinger seinen Allrad-Subaru. Platz drei ging an Reinhard Rettenbacher im Mini. Nach einem eher verhaltenen ersten Lauf konnte sich Dietmar Schwab doch noch entscheidend steigern und seine Siegesserie in der Klasse LG6 fortsetzen. Neben ihm auf dem Stockerl standen seine Dauergegner Thomas Krisch und Georg Rixinger als Zweiter und Dritter, und der Siegerpokal der Sammelklasse blieb durch Wolfgang Erwin Huber beim Veranstalter-Club.
2022 waren Gerhard Nell und Martin Dall auf dieser Strecke auf die Hundertstel genau gleich schnell und beinahe wäre ihnen dieses Kunststück auch heuer wieder gelungen. Am Ende konnte Dall aber diesmal winzige zwei Hundertstel Vorsprung über die Linie retten und gewann „solo“ die Klasse „Race“ bis 1400ccm. Franz Dall hatte als Doppelstarter mit überhitzen Reifen zu kämpfen und holte den verbliebenen Stockerlplatz. Martin Bauer konnte sich bei seinem ÖM-Comeback nach zwei Jahren Pause auf Anhieb als Sieger der Klasse bis 1600ccm vor David Madlmayr und Philipp Raab feiern lassen. Raphael Eder musste im letzten Durchgang einen Ausfall hinnehmen, konnte sich aber dennoch Rang vier vor Thomas Moser sichern. Mit einer bärenstarken Vorstellung holte sich Christian Irlinger Platz eins bei den Rennautos bis zwei Liter Hubraum vor Fohnsdorf-Sieger Severin Gschiel. Bergspezialist Heiko Fiausch machte auch zwischen den Pylonen gute Figur und sicherte sich 79 Hundertstel vor Georg Schlader Rang drei. Weitere 81 Hundertstel dahinter belegte Andreas Ortner Platz fünf. Mario Mayr musste sich in der Klasse über 2000ccm 2WD gegen acht Konkurrenten durchsetzen, leistete sich aber keine Blöße und gewann ein weiteres Mal. Micheal Auer zeigte starke Zeiten im Hyundai TCR, musste aber zwei Hutfehler in die Wertung mitnehmen und konnte sich gerade noch 180 Tausendstel vor Daniel Koltay im Lamborghini Huracan GT3 Rang zwei sichern. Platz vier ging mit Georg Emminger an einen alten Bekannten aus der Slalom-ÖM, und Manfred Stangl schob sich bei der Premiere in Emmingers Ex-Golf auf Anhieb unter die ersten Fünf. Wolfgang Leitner fuhr nach seinem Ausfall beim letzten Rennen voll auf Angriff und holte mit unglaublichen Zeiten neben dem Klassensieg bei den „Big-Bangern“ über 2000ccm 4WD auch die Tagesbestzeit. Die Plätze zwei und drei gingen an die „Race Rent Austria“-Piloten Alexander Schmollngruber und Michael Reischer. „Race Rent Austria“-Chef Wolfgang Schmollngruber himself war dann der schnellste Mann in der Sammelklasse. Patrick Wendolsky konnte Erwin Flicker um 32 Hundertstel auf Rang drei verweisen und Christain Mayr wurde vierter vor einem mit der Technik hadernden Michael Marchat.
Bleiben noch die schnellen Damen wo Petra Ebner den Siegerpokal im Empfang nehmen durfte. Ines Sommer und Sabine Reinthaler holten sich die Trophäen für Platz zwei und drei und Birgit Löschnig und Christina Deimbacher machten die ersten Fünf komplett.
Eine längere Verschnaufpause bis zum nächsten Rennen gibt es für die Aktiven aber nicht, denn schon am 5.September geht es mit dem sechsten Lauf im steirischen Kalwang weiter. Auf der Strecke im ÖAMTC Fahrtechnikzentrum bei Ex-PWRC-Weltmeister Andreas Aigner wird Alfred Fischer mit seinem Team vom PSV-Linz Motorsport einen Kombi-Event aus ÖM-Lauf und dem Finale zum internationalen oberösterreichischen Automobilslalom-Cup veranstalten.
Text: Dipl. Ing. Martin DALL
Weiter Infos unter: www.slalom-oem.at
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