Presse-Info 2026-13, Nachlese Kalwang

Nachlese PSV-Linz-Slalom Kalwang

Der PSV-Linz als Veranstalter des sechsten Laufes zur Slalom-ÖM 2026 und zum Finale des 38ten internationalen oberösterreichischen Automobilslalom-Cups hatte sich wie immer voll ins Zeug gelegt und ein super Rennen über die Bühne gebracht umso mehr ist zu bedauern, dass Alfred Fischer und sein Team mit nur 82 Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Anstrengungen belohnt wurden. Das überschaubare Starterfeld und ein wieder einmal perfekt agierendes Zeitnahme-Team ermöglichten sogar einen dritten Trainingslauf, was in der ÖM ein Novum darstellt und trotzdem konnte man schon vor 16:00 Uhr das Rennen beenden und zur Siegerehrung übergehen. Im ersten Rennlauf einsetzender Regen verwandelte die Strecke in eine Rutschbahn womit klar war, dass für die meisten ein Spitzenergebnis nur mit zwei absolut fehlerfreien Läufen in den trockenen Durchgängen zwei und drei möglich sein wird. Reichlich Stoff also für den Streckensprecher und Ady Atcy Janacek am Mikro wusste diesen auch wieder gekonnt zu nutzen. Fazit: Ein toller Motorsporttag für alle die ins ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Kalwang gekommen waren egal ob Aktiver oder Zuschauer.

Mit Newcomer Tobias Probst wächst in der Klasse Histo bis 1600ccm für Seriensieger Gerhard Schauppenlehner ein immer stärker werdender Konkurrent heran, doch diesmal konnte sich der Routinier gerade noch um 464 Tausendstel durchsetzen. Den verbliebenen Stockerlplatz sicherte sich Alois Kaufmann vor Martin Kogler. In der Klasse bis 2000cmm holte sich Fritz Kreiseder mit drei konstant schnellen Läufen den ersten Platz vor Gerhard Auer und Franz Kollmann, und konnte damit den vorzeitigen Titelgewinn von Schauppenlehner verhindern. Auch bei den Fahrzeugen über 2000ccm zeigte die Jugend ordentlich auf indem sich Alexander Waldbauer mit einem Traumlauf im dritten Durchgang gegen Vater Peter durchsetzte.
Martin Gradwohl unterbrach die Arbeiten am Eigenheim für einen Ausflug nach Kalwang und feierte den Sieg in der Klasse LG1 der Gruppe „Street“ vor Daniel Temper und Thomas Hauska. Thomas Fröhlich belegte 376 Tausendstel hinter Robert Baumegger Platz fünf, hatte aber seinerseits auch nur 41 Hundertstel Vorsprung auf Rafael Fröhlich. Reinhard Walkner wurde von Lauf zu Lauf immer schneller und stand am Ende auf dem obersten Treppchen der Klasse LG2 vor Thomas Kraxner und Sebastian Haas. Der Kampf um Platz vier zwischen Ralf Zehetner und Mario Zimmermann wurde durch einen Hutfehler zugunsten von Zehetner entschieden. Deutlich knapper war es dann wieder in der Klasse LG3 wo Fabian Kaufmann gegen Gerhard Steigenberger nur um 43 Hundertstel die Oberhand behielt obwohl Steigenberger im letzten Heat nochmals alles aus sich und seinem Auto herausholte. Groß war auch die Freude bei Karl Heinz Schauperl, der sich in Umlauf drei von Zwischenrang drei der Klasse LG4 auf Platz eins vor Markus Praschnig und Christian Kainz katapultieren konnte. Saisonsieg Nummer sechs in der Klasse LG5 und der nächste Meistertitel von Markus Huber waren unter normalen Umständen ja zu erwarten, Platz zwei und damit der erste Stockerlplatz in der Saison 2026 von Markus Sorg aber nicht. Pech hatte hingegen Michael Sorg, der mit einem Torfehler im letzten Lauf auf den vierten Platz hinter Martin Eilmer zurück rutschte.
In der Kategorie Sport krönte Christian Bachmaier seine starke Saison mit seinem ersten Sieg in der Klasse LG1 und verwies Norbert Dokulil auf Platz zwei. 211 Tausendstel dahinter holte sich Sadat Zairi Rang drei, hatte aber auch nur 314 Tausendstel Vorsprung auf Martin Eilmer und gar nur acht Hundertstel dahinter wurde Simon Gugelsberger fünfter. Michael Auer war nach seinem Ausfall wegen Motorschadens ein Rennen zuvor wieder mit dabei, musste sich aber in der Klasse LG2 diesmal mit Platz drei hinter Reinhard Walkner und Niki Hawa begnügen. Rang vier ging an Teesdorf-Sieger Lukas Haas. Aus dem Dauerduell der Klasse LG3 zwischen Christian Schotte und Christian Ebner ging diesmal Schotte als Sieger hervor. Daniel Buxbaum vor Petra Ebner und Matthias Resek lautete die weitere Reihung. Auch Herbert Sommer und Markus Rötzer schenkten einander in der Klasse LG4 wieder einmal gar nichts und auch diesmal hatte Sommer die Nase vorne. Mit Thomas Sprosec, Markus Gruber und Ines Sommer auf den weiteren Plätzen lautete die Reihung der ersten fünf exakt gleich wie beim letzten Rennen in Teesdorf. Dort fehlten Philipp Preisinger noch vier Hundertstel auf den Siegerpokal der Klasse LG5, diesmal konnte er aber die Trophäe in Empfang nehmen und Reinhard Rettenbacher auf Platz zwei verweisen. Thomas Krisch erwischte in der Klasse LG6 einen perfekten Tag und gewann mit extrem starken Zeiten vor Dominator Dietmar Schwab, der aber in Hinblick auf die Meisterschaft trotzdem alles in trockene Tücher brachte. Im Kampf um den letzten Stockerlplatz setzte sich Michael Fischer um 63 Tausendstel gegen Georg Rixinger durch. Zu guter Letzt bleibt noch die Sammelklasse der Gruppe Sport, wo Wolfram Benigni als Solist unterwegs war.
Gerhard Nell konnte in der Klasse „Race“ bis 1400ccm das Blatt diesmal wieder wenden und mit zweitbester Tageszeit die Gebrüder Martin und Franz Dall auf die Ränge zwei und drei verweisen. Freud und Leid für die steyrer Mannschaft hingegen in der Klasse bis 1600ccm, denn während sich David Madlmayr als Sieger vor Thomas Moser feiern lassen konnte, musste Gerhard Kronsteiner schon nach dem Training mit technischen Problemen wieder aufladen. Christian Irlinger vor Georg Schlader und Norbert Dokulil hießen die ersten drei der Klasse bis 2000ccm, wobei sich Dokulil gleich bei der Premiere mit dem neuen Auto den letzten Stockerlplatz vor Jürgen Antensteiner sichern konnte. Andreas Ortner konnte hier nicht ins Geschehen eingreifen, für ihn war nach Technik-Zores in Durchgang zwei und Ausfall nur Platz fünf drinnen. Mario Mayr ließ in der Klasse über zwei Liter Hubraum 2WD nichts anbrennen, stand auf dem obersten Treppchen vor Helmut Pötzelsberger, und erfüllte damit sein Plansoll im Fernduell mit Wolfgang Leitner um die Meisterschaft. Leitner leistete sich in der Klasse über 2000ccm 4WD jedoch leider in Durchgang zwei einen fatalen Verbremser, mit dem er zwar noch den Klassensieg vor Alexander und Wolfgang Masin fixieren konnte, seine Chancen die Titelentscheidung auf Greinbach zu vertagen aber vollends zunichtemachte. Weitaus weniger dramatisch war hingegen der Rennverlauf in der Sammelklasse der Rennfahrzeuge, hier lautete die Reihung Erwin Flicker vor Philipp Habermann.
In der Damenwertung holte sich Ex-Gesamtsiegerin Petra Ebner ihren dritten Saisonsieg. Ines Sommer fuhr mir Rang zwei zum dritten Mal in Folge auf das Stockerl und Platz drei ging an Marina Zimmermann. Birgit Löschnig klassierte sich erneut auf Platz vier und Sabine Reinthaler wurde fünfte.
Das letzte Rennen der diesjährigen Meisterschaft wird am 3.Oktober im PS-Racing-Center in Greinbach ausgetragen, wo Tags darauf auch die elfte! Arbö-Slalom-Trophy über die Bühne gehen wird. Veranstalter des Saisonausklangs in der Steiermark wird wie gewohnt der RX-Motorsportclub mit Speerspitze Christian Petrakovits sein. Auch wenn einige Entscheidungen bereits gefallen sind, ist in vielen Klassen noch alles offen was beste Voraussetzungen für ein spannendes Finale bedeutet!

Text: Dipl. Ing. Martin DALL
Weiter Infos unter: www.slalom-oem.at
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